Liebe Eltern

Psychotherapeutische Praxis für Kinder, Jugendliche und Heranwachsende


Sie machen sich Sorgen um ihr Kind? Sie haben schon viel versucht aber finden keinen Ausweg? Sie fragen sich, ob eine Therapie helfen kann? Sie sind sich jedoch unklar darüber, wann eine Therapie helfen kann, wie es zu einer Therapie kommt, was Sie und ihr Kind in einer Verhaltenstherapie erwartet oder wer die Kosten übernimmt?


Was kann eine Therapie helfen?


Wenn Sie seit einer Weile Verhaltensauffälligkeiten oder -Änderungen bei Ihrem Kind beobachten, die unüblich für das Alter sind und Ihr Kind und die Familie darunter leiden.

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Viele verschiedene Einflüsse wirken auf die Entwicklung Ihres Kindes und können unter Umständen Verhaltensauffälligkeiten und/ oder emotionale Belastungen begünstigen, die sich auf ganz unterschiedliche Weisen ausprägen. Häufig treten solche Probleme im Zusammenhang mit Entwicklungsaufgaben (Ablösung, Einschulung, Schulwechsel, Freunde finden, etc.) oder besonderen Lebensereignissen auf und stehen folglich einer gesunden Weiterentwicklung im Wege.

Wir behandeln das komplette Spektrum psychischer Auffälligkeiten.
Zum Beispiel behandeln wir Kinder, Jugendliche und Heranwachsende mit:
  • Ängsten und Phobien
  • Depressiven Problemen
  • Emotionalen Problemen wie z.B. Kontakt- und Beziehungssötrungen, Trennungs- und Bindungsproblemen
  • Essstörungen
  • Selbstwertproblemen, sozialen Unsicherheiten
  • Tics
  • Psychosomatische Beschwerden wie z.B. Kopf- oder Bauchschmerzen
  • Zwängen
  • Verhaltensproblemen wie z.B. verweigernd-oppositionelles Verhalten oder starker Rückzug, aggressives Verhalten, Lügen
  • Aufmerksamkeitsstörungen (ADHS/ADS)
  • Funktionellen körperlichen Störungen wie z.B. Einnässen, Einkoten, Ein- und Durchfallstörungen
  • Selbstverletzendem Verhalten
  • Suizidalem Verhalten
  • Belastungsreaktionen auf traumatische Ereignisse
  • Schulangst/ Schulverweigerung
  • Mutismus

 

Wie kommt es zu einer Therapie?

Anmeldung in unserer telefonischen Erreichbarkeit Montags bis Donnerstag von 12:00 bis 12:25 Uhr unter 06221-99 86 913 , Termin vereinbaren, Gesundheitskarte und Einverständniserklärung (hier zum Download) unterschrieben dabei haben.

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1. Anmeldung: Melden Sie sich in unserer telefonischen Erreichbarkeit Montags bis Donnerstag von 12:00 bis 12:25 Uhr unter 06221-99 86 913

Bitte beachten Sie, dass wir aufgrund der neuen Datenschutzverordnung keine Anmeldungen per Anrufbeantworter annehmen können.
Bei Kindern unter 15 Jahren benötigen wir DRINGEND das Behandlungseinverständnis von allen Sorgeberechtigten unterschrieben (hier zum Download)

2. Erstgespräch: In einem Erstgespräch wird ein Kennenlernen stattfinden und es soll ein Überblick über die Problematik gewonnen werden. Es wird geklärt, ob eine behandlungsbedürftige Symptomatik vorliegt und eingeschätzt, ob eine ambulante Psychotherapie die passende Hilfe darstellt oder Ihnen andere Unterstützungs-/ Beratungsangebote helfen können. Dazu werden auch die Fähig- und Fertigkeiten Ihres Kindes betrachtet. In jedem Fall besprechen wir das weitere Vorgehen. Erkennen wir einen dringenden Bedarf, besteht die Möglichkeit zur Einleitung einer Akuttherapie.

Erstgespräche finden ausschließlich vormittags statt.

Obacht: Bringen Sie bitte DRINGEND das Behandlungseinverständnis (hier zum Download), die Gesundheitskarte und ggf. weitere Unterlagen (Vorbefunde, Zeugnisse, etc.) mit. Eine Überweisung ist nicht nötig.

3. Diagnostik
In den folgenden Terminen geht es darum, dass wir ein Vertrauensverhältnis aufbauen und Ihr Anliegen detailliert verstehen. Bei jüngeren Kindern helfen uns Verhaltensbeobachtungen in Spielsituationen, bei Jugendlichen Gesprächssituationen. Je nach Fragestellung nutzen wir auch Fragebögen und Tests (Leistungs- und Intelligenztests). Die Termine finden je nach Absprache mit Ihrem Kind alleine, gemeinsam mit Ihnen, unter Einbezug weiterer Bezugspersonen oder als Elterngespräch statt.

Diagnostik-Termine finden i.d.R. vormittags statt.

4. Weitere psychotherapeutische Sprechstunden und Probatorik
Bis zur Antragsstellung stehen uns weitere Termine zur Verfügung. Diese nutzen wir zur Auswertung der Diagnostik, zur Informationsvermittlung über das Störungsbild, zur Behandlungsplanung sowie zur Zieldefinition bzw. zur wiederholten Abklärung von Behandlungsalternativen.

5. Antragsstellung und Therapiebeginn
Sollten wir der Meinung sein, eine Therapie könnte dabei helfen die vorliegenden Probleme zu lösen, stellen wir gemeinsam einen Antrag auf Kostenübernahme gegenüber Ihrer Krankenkasse. Dabei haben wir verschiedene Kontingente zur Auswahl. Ebenso können wir Einzel- und Gruppentherapie kombinieren. Bevor wir den Antrag stellen können, müssen Sie noch einmal zum Arzt, um mögliche körperliche Ursachen auszuschließen (Konsiliarbericht). Die Unterlagen dazu erhalten Sie von uns.



Wer übernimmt die Kosten?


Sowohl gesetzliche als auch private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten.

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Psychotherapeutische Behandlungen gehören zu den Grundleistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen. Das bedeutet, dass die Vergütung direkt durch die Krankenkasse erfolgt. Dazu muss jedes Quartal die Versichertenkarte Ihres Kindes eingelesen werden.

Für Privatversicherte und Beihilfeberechtigte orientieren sich die Gebühren nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) und sind gesetzlich vorgegeben. Die Beihilfe und die privaten Krankenversicherungen übernehmen je nach vertraglich vereinbarten Versicherungsbedingungen anteilig die Kosten. Da die Vertragsbedingungen sehr unterschiedlich sind, informieren Sie sich bitte vorab bei Ihrer Versicherung oder Beihilfe, ob und in welchem Umfang „Psychotherapie“ in Ihren Leistungen enthalten ist. Die Rechnungsstellung erfolgt monatlich an den Versicherten.

Auch für Selbstzahler orientieren sich die Kosten an der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP). Die Überweisung des Honorars erfolgt nach Rechnungserhalt.

Bei Fragen zu diesem Thema können Sie sich gerne an mich oder Ihre Krankenversicherung wenden.

Was ist Verhaltenstherapie mit Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und ihren Familien (VT-KJP)?


VT-KJP ist diskret (wir unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht), wissenschaftlich fundiert und effektiv! VT-KJP ist problem-, system-, handlungs- und zielorientiert, transparent, alltagsbezogen, „Hilfe zur Selbsthilfe“ - aber kein Selbstläufer. Selten gibt’s einfach nur Ratschläge, und nie können wir alleine das Problem für lösen.

VT-KJP ist auch: kreativ, Teamwork, abwechslungsreich, ressourcenorientiert, mal spaßig lachen, manchmal kurzfristig belastend, ein Veränderungsprozess, der Zeit braucht. Es wird viel geredet – aber VT-KJP ist auch spielen, malen, basteln, Kontrolle über Emotionen und Gedanken lernen, Situationen analysieren und Alternativen finden, abwägen, hinterfragen, Musik hören, sich entspannen und genießen lernen, Verhaltensexperimente und Rollenspiele durchführen, Strategien üben, Figuren und Handpuppen nutzen.

I.d.R. 50 Minuten, einmal wöchentlich, je nach Bedarf mehr, oder weniger gegen Ende der Therapie.

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Verhaltenstherapie ist problemorientiert. Durch eine Diagnostik soll das gegenwärtige Problem genau begriffen werden, damit in der Behandlung individuell angepasste Interventionen angewandt werden können.

Die Verhaltenstherapie setzt an den auslösenden und aufrechterhaltenden Bedingungen an. Das bedeutet, dass auch Sie als Eltern regelmäßig in die Behandlung mit einbezogen werden. Zum einen kennen Sie Ihr Kind am besten und wissen, wie es sich sowohl im familiären als auch im neuen Terrain verhält. Zum anderen kann ein „Problem“ ein akut richtiger Lösungsversuch Ihres Kindes sein (im Sinne auslösender Bedingungen), aber auf längere Sicht zu Schwierigkeiten führen. Es gilt gemeinsam die komplexen Bedingungen zu erarbeiten und zu verändern.

Verhaltenstherapie ist zielorientiert. D.h. zu Beginn der Therapie wird gemeinsam das Problem identifiziert und darauf aufbauend das Therapieziel formuliert.

Verhaltenstherapie ist transparent. Es findet eine offene Kommunikation über Therapie und Diagnostik statt. So wird beispielsweise gemeinsam erarbeitet, wo der Ursprung des Problems lag und welche Hilfsmöglichkeiten zur Lösungserarbeitung zur Verfügung stehen.

Verhaltenstherapie ist handlungsorientiert. Das bedeutet, dass alle an der Therapie aktiv mitarbeiten. Es ist praktisches Handeln und aktives Erproben von neuen Verhaltens- und Erlebensweisen gefragt. So besteht beispielsweise in Rollenspielen, Trainings zur sozialen Kompetenz und/oder Gefühlsregulation, Gedankenbeobachtungen und -analysen, uvm. die Möglichkeit neue Erfahrungen zu sammeln.

Verhaltenstherapie ist nicht nur auf das therapeutische Setting begrenzt. D.h. die Erfahrungen aus der Therapie sollen in den Alltag übertragen werden. Dabei ist die Unterstützung von Ihnen als Eltern sehr wichtig.

Verhaltenstherapie soll „Hilfe zur Selbsthilfe“ sein. Die Therapie gibt Hilfestellung zum eigenverantwortlichen Handeln unter eigener Initiative. Ihr Kind soll in der eigenen Problemlösefertigkeit gestärkt werden.

Ablauf der Verhaltenstherapie

Die Therapiesitzungen finden zumeist wöchentlich in 50-minütigen Einzelsitzungen unter regelmäßiger Einbeziehung der Bezugspersonen statt. Diese konstanten Termine sind wichtig für den Therapieprozess. Manchmal ist auch das Durchführen von Doppelstunden wichtig. Dieses teilen wir Ihnen rechtzeitig mit. Im Verlauf des Therapieprozesses kommen, je nach Problematik, verschiedene Behandlungsmethoden zum Einsatz. In diesem lernt Ihr Kind die vorhandenen Fähigkeiten zur Problembewältigung zu nutzen und neue Verhaltensweisen anzuwenden. Bei jüngeren Kindern geschieht dies vorwiegend spielerisch, bei Jugendlichen zunehmend im Gespräch.