Liebe Kinder
Liebe Jugendliche

Psychotherapeutische Praxis für Kinder, Jugendliche und Heranwachsende


Hey Du,

hast du Fragen, weil du von deinem Umfeld gehört hast, dass dir eine Therapie gut tun würde?

Vielleicht hast du aber auch gemerkt, dass es dir nicht gut geht und du Unterstützung bei einem Problem brauchst? Oder du beobachtest dich selbst und fragst dich, ob das so „normal“ ist?

Dann möchten wir dir auf den folgenden Seiten helfen, deine Fragen zu beantworten.


Was ist Psychotherapie?


Psychotherapie ist Hilfe bei seelischen Problemen. Also die Gegenmaßnahem, wenn du unter deinen Gedanken, Gefühlen, körperlichen Reaktionen (Schmerzen, Anspannung, etc.) und/ oder Verhaltensweisen leidest. Meistens gibt es dafür Auslöser in der Umgebung. Die können wir aber nur manchmal ändern.

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Mit dem Wort Psyche beschreiben Fachleute alles, was die menschlichen Vorgänge des Denkens, Fühlens und Handelns betrifft. Das Wort „Psyche“ kommt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich übersetzt: Seele.

Das Wort Therapie findet seinen Ursprung auch in Griechenland und bedeutet Behandlung.

Psychotherapie ist also eine Behandlung bei Problemen der Seele. Näheres zu den Problemen der Seele erfährst du in der Rubrik "Wann kann Psychotherapie helfen?".


Wann kann mir eine Psychotherapie helfen?


Wenn du Probleme hast und es dir nicht so gut oder gar richtig sch….geht oder wenn du etwas an deinem Verhalten ändern willst.

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Eine Psychotherapie kann helfen, wenn du gewisse Dinge gar nicht mehr bewältigst, es dir (schon länger) schlecht geht, du seit längerem unglücklich bist oder leidest. Sie kann auch helfen, wenn du diese Probleme alleine oder mit Hilfe deiner Familie nicht in den Griff bekommst, obwohl du/ihr schon viel probiert habt.


Beispiele für mögliche Probleme gibt es eine ganze Reihe, von denen ich dir nun einige aufzählen möchte:

  • Hast du Angst vor bestimmten Situationen, die in deinem Leben immer wieder auftauchen und du nicht weiß, was du tun kannst, um die Angst zu überwinden? Dies kann zum Beispiel die Angst auf ein Tier zuzugehen sein, mit einem Verkehrsmittel zu fahren, eine Klassenarbeiten zu schreiben oder sich an etwas zu verschlucken.
  • Oder hast du Probleme mit dem Essen - isst zu viel oder magst gar nichts essen, um schön dünn auszusehen und ziehst dich dabei immer mehr zurück?
  • Fühlst du dich seit einigen Wochen unwohl, hast Kummer, hast keine Lust mehr auf Dinge, die dir früher einmal Spaß gemacht haben, zieht dich immer weiter zurück und weiß eigentlich gar nicht so recht warum?
  • Hast du Angst auf andere Menschen zuzugehen, weil du nicht recht weiß, wie du vorgehen sollst? Fühlst du dich hilflos im Kontakt mit anderen Kindern oder Jugendlichen?
  • Oder hast du Angst ohne deine Eltern zu sein und lässt sie nur sehr ungern alleine aus dem Haus gehen?
  • Machst du dir viele Gedanken darüber wer du bist und was dich ausmacht? Zweifelst du an deinen Stärken und weißt nicht, wie du Freunde finden kannst?
  • Musst du dich manchmal einfach bewegen, etwas sagen oder tun, obwohl du es nicht willst?
  • Oder lügst du andere häufig an?
  • Hast du manchmal Kopf- oder Bauchschmerzen und die Ärzte finden keine Ursache dafür?
  • Oder hast du häufig Probleme oder Streit mit der Familie und alle finden diese Situationen nicht schön?
  • Oder bekommst du Wutanfälle und ärgerst dich über andere?
  • Hast du Probleme dich auf Dinge zu konzentrieren, dich länger mit einer Sache zu beschäftigen oder dich ruhig hinzusetzen? Verlierst du häufig Dinge oder fängst du manchmal einfach an zu träumen?
  • Hast du Probleme beim Ein- oder Durchschlafen, weil du schon seit längerem ständig aufwachst oder viel grübeln musst?
  • Oder passieren dir noch Dinge, die es normalerweise nur bei jüngeren Kindern gibt?
  • Tust du dir manchmal selbst weh, weil dir z.B. die eigenen Gefühle manchmal zu viel werden oder du die Situation nicht mehr aushältst?
  • Hast du schlimme Dinge erlebt, die dir nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen?
  • Magst du nicht mehr in die Schule gehen, weil du z.B. Angst vor Leistungssituationen hat oder von anderen Kindern häufig geärgert oder gehänselt wirst?

Oder vielleicht machen sich deine Eltern wegen etwas Anderem große Sorgen und du willst nicht mit ihnen reden, weil es dir zu peinlich oder unangenehm ist.

Ich brauche eine Therapie - bin ich jetzt verrückt?

ganz kurz: Nein!

länger Version: Nur weil du Hilfe bei einem Problem deiner Seele benötigst, bist du noch lange nicht verrückt. Um ehrlich zu sein, sogar viel eher mutig, bemüht und bereit, deine Situation zu prüfen. Jeder Mensch trifft im Laufe seines Lebens auf Hindernisse, bei denen er Hilfe oder Unterstützung benötigt.

Facts gegen die „Lügenpresse“ & Co: Neueste Studien belegen, dass unter Kindern/ Jugendlichen etwa jedes 5. Kind von psychischen Problemen betroffen ist. (Bella-Studie: https://www.bella-study.org/die-studie/ergebnisse/). Von 100 Kindern und Jugendlichen sind das 20!


Was passiert in der Therapie?


Vorab: Nein, ´ne Couch haben wir nicht! Wir sind auch keine „Psychodocs“, können keine Gedanken lesen und auch nicht so richtig gut zaubern. Selten gibt’s einfach nur Ratschläge oder Anweisungen und nie können wir alleine das Problem für euch lösen– sorry für all das! ;)

ganz kurz: wir können dir auf verschiedenen Wegen helfen, dass du deine Probleme lösen kannst.

kurz: Ja, es wird viel geredet. Wir werden aber auch Situationen analysieren und Alternativen finden, abwägen, hinterfragen, Kontrolle über Emotionen und Gedanken lernen, Musik hören, sich entspannen und genießen lernen, Verhaltensexperimente und Rollenspiele durchführen, Strategien üben, Figuren und Handpuppen nutzen, spielen, malen, basteln, gestalten, mal spaßig lachen, manchmal entlastend weinen. Therapie ist vertrauensvoll (ärztliche Schweigepflicht), effektiv, Teamwork, ein Veränderungsprozess, der Zeit braucht: i.d.R. 50 Minuten, einmal wöchentlich, je nach Bedarf mehr oder weniger.

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Bevor ich dir bei deinen Problemen helfen kann, möchte ich dich (und deine Familie) genau kennen lernen und verstehen – dazu stellen wir am Anfang viele Fragen. Natürlich ist es mindestens genauso wichtig, dass du mich kennen lernst und lernst mir zu vertrauen. Es ist wichtig, dass du mir von deinen Sorgen berichten kannst. Du kannst mir Geheimnisse verraten oder persönliche Dinge mit mir besprechen, die unter uns bleiben. Deine Wünsche sind mir wichtig!

Während der Therapie verrate ich dir verschiedene Tipps und Tricks zum Ausprobieren, gebe dir Aufgaben und wir arbeiten gemeinsam daran, deinem Ziel immer näher zu kommen. Dabei ist es wichtig, dass du Geduld hast, da Veränderungen manchmal Zeit benötigen. Auch deine Eltern beziehe ich/beziehen wir regelmäßig mit ein, sodass sie dich bei der Erreichung von dem Ziel so gut wie möglich unterstützen können. Generell muss ich immer beachten, dass deine Eltern die Verantwortung für dich tragen. Ich will deshalb mit Ihnen im Austausch sein. Das bedeutet nicht, dass ich sie über alles informiere, was wir gemeinsam besprechen.

Für eine erfolgreiche Therapie ist es wichtig, dass wir uns in der Regel einmal pro Woche für 50 Minuten über einen Zeitraum von mehreren Monaten sehen.

Zum genaueren Ablauf „Wie kommt es zu einer Therapie?“